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Wo lebte Till Eulenspiegel?

Seine Geschichten sind in der ganzen Welt bekannt. Weltliteratur! Ein kleines Museum in Schöppenstedt, nahe dem angeblichen Geburtsort von Till Eulenspigel, bemüht sich sein Leben und Wirken für die Nachwelt zu erhalten. Doch wo verbrachte Till Eulenspiegel sein Leben? Besuche das Museum in Schöppenstedt und finde mehr über sein Leben heraus!

 

Ein Leben auf Reise

Der berühmte Schalk Till Eulenspiegel kommt aus Norddeutschland. Sein Name lautet im Niederdeutschen „Ulenspegel" und ist ein Wortspiel, was so etwas wie „Am Hinterteil wischen" bedeutet. Du kannst Dir denken, auf welche Redensart dies hinausläuft.

Till soll um das Jahr 1300 in Kneitlingen in Braunschweig geboren worden sein, doch sein Leben verbrachte er nicht dort. Gestorben ist Till Eulenspiegel angeblich ca. 1350 in Mölln, wo er heute noch sehr verehrt wird. Allerdings sind diese Informationen nicht historisch belegt.

Seine Scherze mit den Fürsten und den Geistlichen sind im Eulenspiegelbuch verewigt. Du kannst sie heute noch im gut sortierten Buchhandel auffinden. Doch nicht jedem haben seine Streiche und Scherze gefallen – vor allem seine Art, den Leuten ihre Fehler und Schwächen vorzuhalten. Vielleicht war das der Grund, warum Till Eulenspiegel sein Leben nicht nur an einem Ort verbrachte, sondern häufig durch die Städte zog. Er soll sogar auch in anderen Ländern wie etwa Polen sein Unwesen getrieben haben.

Wo lebte Till Eulenspiegel

 

Geburt und Leben in Kneitlingen

Schon als Kleinkind war Till Eulenspiegel in Kneitlingen, seinem Geburtsort, nicht gerade sehr beliebt. Die Nachbarn beklagten sich über den Dreijährigen wegen seiner Streiche und nannten ihn einen Schalken. Als der Vater ihn zur Rede stellte, bestritt der Knabe alles.

Als Beweis sollte der Vater mit seinem Sohn durch Kneitlingen reiten. Till Eulenspiegel zeigte dabei den empörten Anwohnern einmal den Hintern und das andere Mal streckte er die Zunge raus – und das alles, ohne dass es der Vater bemerkte. Die Nachbarn waren entsetzt und riefen, er soll sich schämen.

Sein Vater war überzeugt davon, dass der arme Junge sein Leben in einer unglücklichen Stunde begonnen hatte, da er ja niemandem etwas tue und ihn trotzdem alle beschimpften. Daraufhin zog die ganze Familie ins magdeburgische Land an der Saale. Der Vater starb kurz darauf. Till Eulenspiegel wollte keinen Beruf lernen, denn es gebe ja bessere Wege durch das Leben zu kommen.

 

Till Eulenspiegel in Magdeburg

Eulenspiegel war durch seine Possen in Magdeburg sehr bekannt und sein Leben lief genauso, wie er es wollte. Einige Bürger der Stadt baten, er solle etwas Abenteuerliches unternehmen. Till Eulenspiegel kündigte darauf an, von der Dachlaube des Rathauses zu fliegen.

Die ganze Stadt versammelte sich. Jung und Alt kam auf den Markt, um der Narren fliegen zu sehen. Als er auf der Labe stand, flatterte er so mit seinen Armen, dass alle anwesenden Bürger fest daran glaubten, er würde gleich losfliegen.

Als Till Eulenspiegel die ganzen Menschen sah, fing er an zu lachen und sprach: „...Und wenn ihr mir allzusammen gesagt hättet, dass ihr fliegen wolltet, ich hätt' es nicht geglaubt und ihr glaubtet mir als einem Toren. Wie sollt' ich fliegen können?". Darauf rannte er um sein Leben, denn viele Bürger Magdeburgs waren sehr verärgert, obwohl er nichts außer die Wahrheit sagte.

 

Till beim König in Dänemark

Till Eulenspiegel hielt in seinem Leben vielen einfachen Menschen aber auch Adeligen den Spiegel vor. In Dänemark nahm er es sogar mit dem König auf. Nachdem er nämlich das Vertrauen des Königs und der Fürsten gewonnen hatte, sollte er den allerbesten Hufbeschlag bekommen. Daraufhin ging Till Eulenspiegel zum Goldschmied statt zum Hufschmied. Der Schreiber und der König waren empört.


Mölln – die letzte Station seines Lebens

Till Eulenspiegel hatte die Stärke, die Worte seiner Mitmenschen wörtlich zu nehmen und sie so übers Ohr zu hauen. So ging es auch in den letzten Jahren seines Lebens zu, als er elend und krank war.

 

 

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